Über uns

My daughter Mila and me with our girls Ch. Ischyma Karona, Ischyma Libelle and MCh. Ischyma Rana-Saphira / Foto: Lars Smolka

 

Hund ist nicht gleich Hund, es gibt unendlich viele verschiedene Rassen und Kreuzungen, aber alle sind sie etwas Besonderes.

Neun Jahre dauerte die Suche nach der einen, nach meiner Rasse und als ich endlich auf den Barsoi kam, war nicht ab zu sehen, welche Veränderungen ich dadurch in mein Leben holte.

 

Ja klar, plötzlich musste ich bei jedem Wetter raus, war ich vorher eine wahre Couch- Potato und lies mir im Sportunterricht für den 1000m Lauf eine „6“ eintragen, stapfe ich nun durch Schlammpfützen und renne meinem Hund mit einer Hasenattrappe davon. Zwar hab ich keine Chance gegen meine Mädels, doch wie heißt es so schön, der Wille zählt.

 

Die besonderen Charaktereigenschaften, ihre sensible ruhige Art, aber auch die Ursprünglichkeit gepaart mit einer unglaublich faszinierenden und aristokratischen Ausstrahlung, machen den Barsoi zu meiner Rasse. Das für mich "rassetypischste" am Barsoi ist die immer größer werdende Sucht nach dieser Rasse und die damit verbunden Aktivitäten diese zu befriedigen.

 

Wie alles begann oder wie ich überhaupt auf diese Rasse kam, erspare ich den geneigten Lesern, sollen sie doch nicht sofort einschlafen. Nur so viel sei gesagt, ich sah eine Frau, die mit ihrem Barsoi zu ihrem Auto ging und dieser tolle Anblick lies mich nicht mehr los, ich wollte wissen welche Hunderasse so schön sein kann.

 

Ich beginne also an dem Punkt, als ich mich im Internet auf die gezielte Suche nach weiteren Informationen über diese wunderschönen Wesen machte. Zuerst las ich aufmerksam die verschiedenen Homepages der Züchter, schrieb sogar den ein oder anderen an und erhielt freundliche und sehr interessante Antworten. Plötzlich sah ich auf einer Homepage kleine, eigentlich weiß-graue, doch nun eher weiß-schlammige Welpen, die ausgelassen im Garten tobten.

Es kam wie es kommen musste, ich fuhr nach Hannover und war sofort von den anwesenden Hunden begeistert. Drei Wochen lang schwebte ich durch diese Erfahrung auf Wolke Sieben und nervte meine Umwelt.

 

Ich hatte meine Rasse gefunden, die Rasse, die mir an der langen Nase entlang in die Seele blickte. Ein Barsoi sollte es werden, das stand nun fest.

 

Leider konnte ich aus beruflichen Gründen keinen dieser Welpen nehmen, es sollte einer aus dem nächsten Wurf werden, das war vollkommen klar. Die Wartezeit nutzte ich zur Wohnungssuche, ich zog von einer Dachgeschoss- in eine Erdgeschosswohnung. Bei jedem Pinselstrich oder wenn die Arme und Beine wieder von den vielen Kartons müde wurden, sagte ich mir gebetsmühlenartig immer wieder vor: „Bald zieht ein Barsoi bei mir ein, es ist alles für den kleinen Schatz. Bald zieht ein Barsoi bei mir ein, es ist alles für den kleinen Schatz. Bald zieht ein Barsoi bei mir ein, es ist alles für den kleinen Schatz. Bald zieht ein Barsoi bei mir ein, es ist alles für den kleinen Schatz….. “. Und dann ging es mit neuer Kraft munter weiter.

Mit großer Spannung sah ich den einzelnen Stationen entgegen, ungeduldig erwartete ich die Läufigkeit der Hündin, den Deckakt, die Ultraschalluntersuchung, die Geburt, den ersten und jeden weiteren Besuch und erst den Tag, an dem ich meine Libelle abholen konnte.

Mein Barsoi- Baby war nun bei mir, meine Freude und mein Stolz endlich Hunde-, ach was sag ich, Barsoibesitzer zu sein, wollte ich mit der Welt teilen.

 

Damit wären wir schon bei der nächsten Facette der Barsoisucht. Im Mai 2008 klingelte morgens früh um 04:30 Uhr der Wecker, das ist für einen Langschläfer wie mich eine wahrlich unmögliche Zeit und ich strengte mein Hirn an um eine halbwegs passable Ausrede zu finden, warum ich nicht auf die Europasieger nach Dortmund kommen konnte. Mir fiel nichts ein und was soll ich sagen, am nächsten Tag kam ich mit meinem 2. Barsoi nach Hause. Karona war erst nur als Pflegehündin bei mir und sollte vermittelt werden. Ich kann jeden nur ganz eindringlich vor dem Pflegestellenfieber warnen, es ist hoch ansteckend und hat weitreichende Folgen.

Libelle und Karona verstanden sich von Anfang an sehr gut, es war eine wahre Freude die beiden gemeinsam über die Wiesen flitzen zu sehen. Meine Nachbarn redeten seltsamer Weise vom ersten Tag an auf mich ein dieses liebe Wesen doch zu behalten. Eigentlich hatte ich befürchtet als verrückt zu gelten wenn ich zwei solch große Hunde halten würde. Doch genau das Gegenteil trat ein, sie meinten, es wäre ein so tolles Bild wenn ich mit meinen schwebenden Hunden gehen würde. Ja klar, super Bild, zwei schwebende Barsois und ein schwerfälliges Frauchen. Die Nachbarskinder waren ebenfalls Feuer und Flamme für meine Mädels, wenn sie uns sehen werden wir immer mit Namen begrüßt „hallo Karona, hallo Libelle- laaaange Pause- hallo Nina“, nett das ich überhaupt erwähnt werde. Karonas liebe Art machte es mir unmöglich sie wieder gehen zu lassen und so kam ich doch noch zu meinem Welpen aus dem Matsch, denn sie war auch auf den damaligen Welpenfotos zu sehen. So schloß sich der Kreis zum ersten mal, mit Bildern von kleinen matschbeschmierten Welpen fing alles an und nun stehe ich im Matsch und Schneeregen und befriedige meine Sucht indem ich meinen Mädels zusehe, wie sie über die Wiese fliegen.

 

2010 hatte ich die tolle Gelegenheit einen Wurf gemeinsam mit Evelyn Kirsch (Ischyma Barsois) zu machen bzw. ihr meine Karona als Zuchthündin zur Verfügung stellen zu können. Es war unbeschreiblich toll, jede einzelne "Station" der Wurfplanung von der Deckrüdenauswahl über die Trächtigkeit bis zur Geburt war ein unglaubliches Abenteuer. Aber natürlich auch ein sehr Emotionales. Aus diesem Wurf behielt ich Rana, die mir direkt bei der Geburt ins Auge fiel. Es war eigentlich immer angedacht, dass Rana irgendwann für einen Wurf zu Evelyn geht. Doch aufgrund der Geburt meiner Tochter in 2012 und meinem Wunsch, dass die beiden miteinander aufwachsen, verschob ich diesen Plan immer wieder. Mittlerweile sind Mila und Rana ein eingeschworenes Team. Außerdem ist mir Rana so unglaublich nahe, dass es mir unmöglich ist, sie für neun bis zehn Wochen weg zu geben. Daher beschloss ich, gegen alle Bedenken, einen Zwinger anzumelden und einen eigenen Wurf zu machen. Ich hoffe auf die Erfüllung meines Traumes in 2016 oder 2017, so dass ich den einzelnen "Stationen" entgegenfiebere und sich der Kreis ein weiteres mal schließt.

 

Ich danke Evelyn Kirsch von ganzem Herzen für ihre Unterstützung und die VIELEN und LANGEN Gespräche und Fachsimpeleien.

 

In diesem Sinne sende ich matschige Grüße an alle Barsoisüchtigen, lassen Sie sich an der langen Nase entlang in Ihre Seele blicken.

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